Deine Geräte mit dem NAS verbinden
4 min · 9 Abschnitte
Ein NAS, an das man nur über den Browser kommt, ist nur ein halbes NAS. Diese Anleitung sagt, was auf jedem Gerät zu tun ist, damit das NAS als ganz normaler Ordner auftaucht: Windows, Mac, Linux, iPhone und Android.
Fang immer hier an: Systemsteuerung → Adressen. Dieser Bildschirm bringt schon deine Adressen mit —deine, nicht die von jemand anderem— mit einem Knopf zum Kopieren daneben, und er sagt, welche ausgeschaltet sind. Unten steht, was du mit jeder machst.
1. Zuerst: drei Sachen, die man vergisst
- Der Ordner muss über dieses Protokoll veröffentlicht sein. SMB bei einem Ordner anzuhaken und SMB unter
Dateidiensteeinzuschalten sind zwei Dinge, und es braucht beide. - Dein Konto braucht die Berechtigung für diesen Ordner. Siehe [Benutzer, Berechtigungen und wer was sieht](usuarios-y-permisos.md).
- Das Passwort für SMB ist ein eigenes. Es wird beim Anlegen des Kontos zusammen mit dem des Panels gesetzt, aber ab da gehen sie getrennte Wege: Das eine zu ändern ändert das andere nicht.
Und fürs Handy, ohne etwas zu tippen: Unter Systemsteuerung → Adressen steht ein QR-Code mit der Adresse des Panels. Halt die Kamera drauf, und es geht auf; von dort lässt es sich als App einrichten.
2. Windows
Der schnelle Weg
Im Explorer, in der Adressleiste:
\\192.168.1.50
Es erscheinen die Ordner, an die du kommst. Rechtsklick auf einen davon → Netzlaufwerk verbinden, damit er beim Einschalten von allein wiederkommt.
Wenn er immer wieder nach Benutzer und Passwort fragt
Fast immer probiert Windows es mit deinem Microsoft-Konto. Schreib den Benutzer so, mit dem Namen des NAS davor:
NASNAME\deinbenutzer
Wenn es nicht von allein unter „Netzwerk“ auftaucht
Das ist kein Fehler des NAS: Die automatische Suche von Windows ist das Erste, was in jedem Netz aufhört zu funktionieren. Schreib die Adresse von Hand und vergiss diese Liste.
Dein persönlicher Ordner
„Mein Laufwerk“ erscheint über SMB als ganz normaler Ordner, und nur du siehst ihn.
3. Mac
Finder → Gehe zu → Mit Server verbinden (⌘K):
smb://192.168.1.50
Damit es beim Start von allein wiederkommt: Systemeinstellungen → Allgemein → Anmeldeobjekte, und füg das eingebundene Laufwerk hinzu.
Wenn du das NAS als Ziel für Time Machine nehmen willst, bind es nicht von Hand ein: Es gibt einen Assistenten, der das unter Sicherungen → Sicherungen deiner Geräte auf das NAS erledigt, und er steht in Sicherungen.
4. Linux
Mit einer Desktop-Umgebung (GNOME, KDE), im Dateimanager:
smb://192.168.1.50
Richtig eingebunden, damit er immer da ist:
sudo apt install cifs-utils
sudo mkdir -p /mnt/nas
sudo mount -t cifs //192.168.1.50/Dokumente /mnt/nas \
-o username=deinbenutzer,uid=$(id -u),gid=$(id -g)
⚠️ Schreib das Passwort nicht in/etc/fstab: Diese Datei kann jeder lesen. Nimm eine Datei mit den Zugangsdaten, mit den Rechten600, undcredentials=/root/.smb-nas.
NFS ist die andere Möglichkeit unter Linux, und sie ist besser für das, was du viel benutzt. Der genaue Pfad jedes Ordners steht unter Systemsteuerung → Dateidienste.
5. iPhone und iPad
Ohne etwas zu installieren. Die App Dateien von Apple spricht SMB:
Dateien → die drei Punkte → Mit Server verbinden → smb://192.168.1.50
Ab da ist das NAS ein ganz normaler Ordner: Jede App, die Dateien öffnet, sieht ihn, und du kannst Sachen direkt dort speichern.
Für die Fotos und das Panel ist es am bequemsten, das Panel als App einzurichten, mit eigenem Symbol und ohne die Leiste des Browsers: Das Panel als App einrichten.
6. Android
Die App Files by Google spricht kein SMB. Zwei Wege:
- Das Panel als App eingerichtet (dasselbe wie beim iPhone): gut zum Hochladen, Herunterladen, Fotos ansehen und zum Teilen ans NAS über das Menü „Teilen“ jeder beliebigen App.
- Ein Dateimanager, der SMB spricht, wenn du das NAS als Ordner des Systems willst.
7. Von außerhalb des Hauses
Nichts von oben verlässt dein Netz, und das ist richtig so: SMB wird niemals im Internet veröffentlicht. Um von außen heranzukommen, gibt es zwei Wege, und die Wahl ist wichtig:
- Nur du und deine Geräte → das VPN. Du kommst in dein ganzes Heimnetz, als wärst du da, und es wird nichts veröffentlicht. Das ist der empfohlene Weg: Netzwerkdienste.
- Mit anderen Leuten teilen → das NAS mit Domain und Zertifikat veröffentlichen: [Zugriff aus dem Internet](external-access.md).
8. Welches Protokoll wofür
| Wofür | Nimm | Warum |
|---|---|---|
| Der Alltag unter Windows und Mac | SMB | Beide verstehen es, ohne dass etwas installiert wird |
| Linux mit viel Verkehr | NFS | Weniger Umstände pro Datei |
| Einen Ordner mit dem Desktop abgleichen | WebDAV | Das benutzt die Synchronisierung |
| Über die Kommandozeile oder mit Skripten kopieren | SFTP | Läuft über SSH: Es ist nichts weiter zu öffnen |
| Ein anderes NAS, das hier seine Sicherungen ablegt | rsync | Dafür ist es da |
Siehe auch
- Dateien — dasselbe über den Browser, mit Vorschau und Links.
- Benutzer, Berechtigungen und wer was sieht — wer in was hereinkommt.
- Wenn etwas nicht geht — „ich sehe das NAS von Windows aus nicht“.